teaser-bildEnga­gierte Teil­neh­me­rinnen und Teil­nehmer auf dem ersten Work­shop des Revier­kno­tens "Inno­va­tion und Bil­dung".Foto: Zukunftsagentur Rheinisches Revier/Andreas Schmitter

16.10.2019

„Revierknoten“-Fachkonferenzen liefern Input für das Wirtschafts- und Strukturprogramm des Rheinischen Reviers

Mehr als 170 Interessierte kamen am 10. Oktober 2019 im Science College Overbach in Jülich-Barmen zur ersten Fachkonferenz des Revierknotens "Innovation und Bildung" zusammen. Es war die erste von sechs Konferenzen, die unter dem Dach der Zukunftsagentur Rheinisches Revier im Lauf des Monats Oktober in der Region stattfinden.

„Die hier erarbeiteten Ergebnisse fließen in die erste Fassung des Wirtschafts- und Strukturprogramms für das Rheinische Revier ein, das zur nächsten Revierkonferenz im Dezember vorliegen wird“, erläuterte Ralph Sterck, Geschäftsführer der Zukunftsagentur.

"Innovation und Bildung" als Grundlage und Querschnittsthema

Den Vorsitz des Revierknotens »Innovation und Bildung« hat Prof. Dr. Christiane Vaeßen, Geschäftsführerin des Region Aachen Zweckverbands. „Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte auf allen Qualifizierungsstufen, damit die Innovationen, die wir für das Rheinische Revier entwickeln, auch umgesetzt werden können“, sagte Vaeßen: „Es geht uns um Leuchttürme: Im Rheinischen Revier sollen Bildungs- und Innovationsprojekte von hoher Qualität entstehen und mit ihnen neue Arbeitsplätze für die Region“. Das Thema »Innovation und Bildung« sei ein für alle Revierknoten relevantes Querschnittsthema.

Bereits im Vorfeld des Treffens wurden 85 konkrete Projektideen eingereicht. Die Teilnehmenden nutzten die Chance, um sich an diesem Nachmittag miteinander zu vernetzen und in vier Arbeitsgruppen über Grundlagen, Ziele und Strategien zu verständigen. Am Ende dokumentierten sie ihre Zustimmung über die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele dieses Revierknotens mit ihrer Unterschrift.

Stimmen von Bund und Land

Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, betonte in seinem Grußwort: „Wir müssen Zukunftstechnologien und Wirtschaftszweige in der Region neu entwickeln, aus denen Perspektiven für die Menschen erwachsen. Dafür benötigen wir passende Aus- und Weiterbildungsangebote. Es kommt nicht nur auf die neuen Ingenieurinnen und Ingenieure an, sondern auch auf die Fachkräfte in den Werkshallen. Wir werden sehr viel mehr für die Bildung mit digitalen Mitteln tun müssen, wir brauchen ein lebenslanges Lernen, und Bund und Länder müssen gemeinsam darauf hinwirken eine neue Weiterbildungskultur in Deutschland zu etablieren.“

Christoph Dammermann, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium, stellte fest: „Wir müssen jetzt schon konzeptionell darüber nachdenken, welche Themen wir im Rheinischen Revier mit den Strukturmitteln des Bundes weiterentwickeln möchten, wenn das Strukturstärkungsgesetz voraussichtlich zu Beginn des Jahres 2020 in Kraft tritt.“ Am besten gehe das im Konsens mit allen regionalen Beteiligten. „Wir sind mit unseren Planungen ganz weit vorn“, erklärte Dammermann. Das sei auch ein Verdienst der Menschen, die sich in den Revierknoten engagieren. Deshalb gehe die Landesregierung in Vorleistung und unterstütze die Zukunftsagentur und die Arbeit der Revierknoten finanziell.

Die Teilnehmenden verabredeten sich für den 25. Oktober, um bei einer zweiten Fachkonferenz zum Themenfeld „Innovation und Bildung“ noch konkreter zu werden.

Weitere Revierknoten-Fachkonferenzen

Die Revierknoten "Energie" und "Industrie" kamen bereits am 11. Oktober in Neuss zusammen. Am 18. Oktober findet die Revierknoten-Konferenz "Agrobusiness und Ressource" in Düren statt. Es folgen noch die Revierkonferenzen "Infrastruktur und Mobiliät" am 28. Oktober sowie "Raum" am 30. Oktober.

(Bilder: Zukunftsagentur Rheinisches Revier/Andreas Schmitter)

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