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teaser-bildDas RWE-Kraft­werk in Frim­mers­dorfFoto: © RWE Power AG

06.07.2020

Der Arbeitsmarkt im Strukturwandel - Expertenteam der Agentur für Arbeit analysiert die Situation des Rheinischen Reviers

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) hat vor wenigen Tagen einen Bericht zum Rheinischen Revier veröffentlicht. Darin werden aktuelle Zahlen zur Beschäftigung in den Wirtschaftszweigen des Rheinischen Reviers präsentiert, die an der Braunkohleverstromung beteiligt sind. Um die regional differenzierte Bedeutung der für die Braunkohleverstromung relevanten Branchen zu betrachten, werden auch Auswertungen für die einzelnen Kreise des Rheinischen Reviers vorgenommen.

»Die Braunkohlebranchen des Rheinischen Reviers und der Tagebaukreise« - hinter diesem etwas sperrigen Titel verbergen sich viele nüchterne Fakten und Tabellen sowie spannende Erkenntnisse zu den Folgen des Ausstiegs aus der Braunkohleförderung für den Arbeitsmarkt im Rheinischen Revier.

Die Expertengruppe des IAB bescheinigt dem Rheinischen Revier gute Voraussetzungen für die Bewältigung des Strukturwandels:

„Durch  die  insgesamt  robuste  wirtschaftliche  und  demografische  Entwicklung,  aufgrund  ihrer  diversifizierten Wirtschaftsstruktur und wegen der Verflechtung mit anderen wirtschaftlich dyna-mischen Wirtschaftsregionen, werden das Rheinische Revier und die Tagebaukreise die Folgen des Kohleausstiegs voraussichtlich gut kompensieren können, auch wenn dieser dort früher als in an-deren Revieren erfolgen sollte . Die Regelungen des Kohleausstiegsgesetzes bieten dafür gute Rahmenbedingungen.“

Aus Sicht der Arbeitsmarktforschung ist ein Schwerpunkt bei der Gestaltung des Strukturwandels besonders wichtig:

„Ein besonderer Fokus der Wirtschaftspolitik sollte auf den energieintensiven Industrien liegen. Hier sind deutlich mehr Beschäftigte als in den Braunkohlebranchen tätig.“

Die Zukunftsperspektiven für das Rheinische Revier sind laut der Studie vielversprechend:

„Schließlich muss der Kohleausstieg im Kontext der Dekarbonisierung der Wirtschaft und anderer Lebensbereiche in Deutschland und weltweit gesehen werden. Zur Begrenzung der Erderwärmung sind neben dem Kohleausstieg zahlreiche andere Maßnahmen geplant, die zusammen mit diesem einen eingreifenden Strukturwandel vor allem für die energieintensiven Industrien mit sich bringen  werden.  Wenn  es  gelingt,  diesen  Strukturwandel  technologisch  voranzutreiben  und  klimafreundliche Lösungen für die Industrie zu entwickeln, werden Arbeitsplatzverluste durch den Kohleausstieg und die Energiewende wahrscheinlich vermieden werden können.“

Die ganze Studie können Sie sich auf der Website des IAB herunterladen.

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