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teaser-bildLan­drat Michael Kreuz­berg über­gibt das WSP 1.0 an Minister Pink­wart (l.)Foto: Zukunftsagentur Rheinisches Revier/Andreas Herrmann

16.12.2019

Appell auf der Revierkonferenz am 13. Dezember in Hürth: Tempo aufnehmen beim Strukturwandel!

Das Wirtschafts- und Strukturprogramm (WSP 1.0) des Rheinischen Zukunftsreviers wurde von Landrat Michael Kreuzberg, dem Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung der Zukunftsagentur, an Prof. Dr. Andreas Pinkwart übergeben, den Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die symbolische Übergabe erfolgte in digitaler Form auf einem Tablet im Rahmen einer "Revierkonferenz" im Feierabendhaus Knapsack am Rand des Industrieparks Hürth-Knapsack. Das Programm ist zwischen September und November 2019 von zahlreichen Fachleuten aus dem Rheinischen Revier gemeinsam erarbeitet worden.

Großes Interesse - Teilnehmerrekord

Zu der Veranstaltung in Hürth waren rund 600 Fachleute und interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammengekommen, darunter auch die Vorsitzenden der "Revierknoten" genannten Facharbeitsgruppen sowie Christoph Dammermann, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium und Aufsichtsratsvorsitzender der Zukunftsagentur, und die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

Minister Pinkwart blickt mit Optimismus in die Zukunft

Pinkwart wies in seiner Rede darauf hin, dass der Strukturwandel angesichts der bald bevorstehenden Abschaltung erster Braunkohlekraftwerke nun deutlich Tempo aufnehmen müsse. Er stellte das enorme Potenzial des Rheinischen Reviers in Bezug auf seine Wirtschaftskraft und das vor Ort vorhandene Fachwissen heraus und forderte alle Beteiligten zur Zusammenarbeit auf: „Lassen Sie uns an guten Themen arbeiten. Lassen Sie uns gegenseitig begeistern, lassen Sie uns wechselseitig verstärken und nicht behindern – die Kommunen, der Kreis, die Bezirksregierung, das Land und die Bundesrepublik Deutschland. Wir haben hier unglaublich viele Fähigkeiten und tolle Ideen in dieser Region, und ich bin ganz sicher: Wenn wir konzentriert arbeiten, wenn wir schnell in die Umsetzung der Projekte kommen, steht das Rheinische Revier in wenigen Jahren besser da als heute.“

WSP als Wegweiser und Leitplanke

Das WSP ist in seiner jetzt vorliegenden Fassung 1.0 die erste konkret formulierte Zukunftsvision des Rheinischen Reviers für die Zeit nach der Braunkohle. Es bildet die inhaltliche Basis für Förderentscheidungen im Rahmen des vom Bund geplanten Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen. Das Programm konkretisiert die bereits im Herbst 2018 definierten Zukunftsfelder Energie und Industrie, Ressourcen und Agrobusiness, Innovation und Bildung sowie Raum und Infrastruktur. Auch die Grundzüge einer künftigen Internationalen Bau- und Technologieausstellung (IBTA) für das Gebiet des Rheinischen Reviers werden im Programm beschrieben.

2020: Konsultations- und Beteiligungsprozess

Im Jahr 2020 wird dieser erste Entwurf nicht nur von diversen Fachgremien diskutiert, sondern auch ab Januar in einem breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozess mit den Bürgerinnen und Bürgern des Rheinischen Reviers. Im Rahmen der Revierkonferenz wurde dieses Beteiligungsprojekt von Oliver Märker (Agentur zebralog) vorgestellt.

Am Ende der Revierkonferenz bedankte sich Ralph Sterck, der Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, für das Engagement aller Menschen, die an der Erstellung des WSP 1.0 mitgearbeitet haben, und wandte sich direkt an die Besucherinnen und Besucher der Revierkonferenz: „Sie alle sind herzlich eingeladen, im Revierjahr 2020 mit uns über das Wirtschafts- und Strukturprogramm zu diskutieren und es gemeinsam zu einer Version 1.1 weiterzuentwickeln. Ich freue mich auf diesen Diskussionsprozess.“

2020: Projektaufrufe starten

Alexandra Landsberg, die Leiterin der Stabstelle Strukturwandel im NRW-Wirtschaftsministerium, ergänzte: „Die Landesregierung macht sich bereits jetzt sehr intensive Gedanken über die Fördertechnik und Förderregularien. Wir arbeiten an einer Richtlinie für die Vergabe der Fördergelder. Für die Bearbeitung der Anträge wird beim Regierungspräsidium Köln zusätzliches Personal eingestellt. Ich hoffe sehr, dass wir im April 2020 den ersten Strukturförderaufruf für die Anrainerkommunen starten können. In den anderen Zukunftsfeldern wird es ab Herbst 2020 weitere Förderaufrufe geben.“

Weitere Informationen

(Fotos: Zukunftsagentur Rheinisches Revier/Andreas Herrmann)

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